Das Tokina AT-X M100 AF PRO D ist eine Festbrennweite mit Lichtstärke 2.8. Es ist für die Makrofotografie konzipiert und kann sowohl an analogen Nikon Spiegelreflexkameras als auch an APS-C und Vollformatkameras verwendet werden. Es ist 2005 erschienen und wurde bis fast 2020 produziert. Sein Nachfolger ist das Tokina ATX-I 100mm Plus f2,8 FF Macro.
Meine Erfahrungen mit dem Tokina AT-X M100 AF PRO D
Das Tokina 100mm war mein erstes Makro-Objektiv. Ich wollte in die Welt der Makrofotografie einsteigen und war auf der Suche nach einem erschwinglichen Objektiv. Auf meiner Wunschliste stand das Nikon AF-S Micro-Nikkor 105mm f/2.8 VR, das hätte damals allerdings das Budget gesprengt. Das Tokina war gerade ein paar Jahre auf dem Markt und wurde in allen Reviews gelobt. Ich habe ihm eine Chance gegeben und es sowohl an meiner Nikon D50 als auch an der D700 verwendet. Nachdem ich es dann nach einigen Jahren verkauft hatte, es letztendlich auf Meiner Liste 5 Nikon Objektive, die ich nie hätte verkaufen sollen gelandet ist, habe ich es 2026 wieder gekauft und setze es sowohl an der Nikon D780 und Nikon Zfc als auch für analoge Fotografie an der Nikon FM2 ein.

Mechanische Eigenschaften
Wie auch die anderen Tokina-Objektive, die ich auf dieser Seite beschreibe, ist das 100er gebaut wie ein Panzer. Es wiegt 540g und ist absolut solide – hochwertige Kunststoffe, Metall und Glas. Auch eine Gegenlichtblende, die auf der Innenseite mit Filz ausgekleidet ist, ist im Lieferumfang enthalten. Kurzum, man bekommt ein sehr sehr hochwertiges Stück Mechanik für sein Geld – daran gibt es nichts auszusetzen. Auch das 100er hat die Tokina-typische AF/MF-Kupplung, mit der durch Schieben des Fokusrings zwischen AF und MF umgeschaltet werden kann. Das funktioniert sehr gut und ist besonders bei Makroaufnahmen sehr nützlich.

Des Weiteren hat das Objektiv einen Begrenzer für den Fokus, der entweder im Makro-Bereich oder im Telebereich greift und die AF-Zeiten deutlich verkürzt. Das manuelle Fokussieren macht mit diesem Objektiv sehr viel Freude, es ist präzise und feinfühlig möglich – das ist nur bei wenigen AF-Objektiven so. Die Nahfokusdistanz beträgt ungefähr 30cm.



Das Objektiv ist kompatibel zu allen Nikon Kameras mit F-Bajonett und integriertem AF-Motor. An den digitalen Consumer-Kameras ohne funktioniert es nur mit manuellem Fokus. An allen digitalen Nikon Vollformatkameras funktioniert es problemlos. Ich habe dieses Objektiv an einer Nikon D50 und an der Nikon D700 verwendet.
Dank des Blendenrings kann es auch an mechanischen Kameras, wie Nikon F2, F3, den FM-Kameras oder FE-Kameras verwendet werden.

Optische Eigenschaften
Das Kapitel optische Eingeschaften ist sehr schnell abgeschlossen – das Objektiv ist ein Traum.
Die optischen Eigenschaften des Tokina sind für seine Klasse auf Erstausrüster-Niveau. Der maximale Abbildungsmaßstab beträgt 1:1, die Verzeichnungen und Vignettierungen sind nur bei Offenblende marginal sichtbar und gut kontrollierbar. Die Schärfe ist bereits bei Offenblende überragend.
Das Bokeh ist zudem wirklich angenehm und für Portraits gut geeignet. Einen VR, wie ihn das größere, schwerere und teurere Nikon-Pendant aufweist, könnte dem Objektiv gut tun, wenn man es für Portraits oder als leichtes Tele einsetzt – so muss man das durch kürzere Verschlusszeiten kompensieren.
Das Objektiv ist optisch nahezu perfekt. Farbsäume treten nur bei sehr extremen Kontrastsituationen auf. Die Schärfe ist bis in die Randbereiche schon bei Offenblende wirklich toll und es hat praktisch keine Verzeichnung. Okay, es vignettiert bei Offenblende, Abblenden hilft.
Mein Fazit zum Tokina AT-X M100 AF PRO D
Der Neupreis des Tokina war ca. bei 400€, inzwischen kosten gebrauchte Exemplare zwischen 200€ und 300€. Das ist absolut in Ordnung, man bekommt eine fantastische Qualität fürs Geld. Das ist ein solides Allround-Makro, das wirklich jeden Cent wert ist. Ich habe das Objektiv lediglich verkauft, weil ich es zu wenig genutzt habe. Ich wollte nicht, dass es im Jahr nur ein oder zweimal zum Einsatz kommt und in der Vitrine oder im Schrank vor sich hin warten muss. 100mm ist eben keine Universalbrennweite. Aber wer ein Objektiv in diesem Brennweitenbereich sucht, sollte zugreifen.
Beispielfotos mit dem Tokina AT-X M100 AF PRO D







