Das Tamron SP AF 17-50mm f2.8 XR Di II LD IF ist ein kompaktes Zoom-Objektiv für digitale Kameras mit APS-C großem Sensor und durchgehender Lichtstärke von 2,8. Es wurde von 2006 bis 2009 durch Tamron für Nikon, Sony, Pentax und Canon-Mount gefertigt und später durch eine Version mit VC-genanntem Bildstabilisator ersetzt.
Meine Erfahrungen mit dem Tamron SP AF 17-50mm f2.8 XR Di II LD IF
Ich habe dieses Objektiv leihweise von einem Freund bekommen, um es als Alternative zu meinem Sigma 17-70mm F2.8-4.5 DC MACRO auszuprobieren. Speziell die größere Lichtstärke im Telebereich hat mich gereizt – ich suchte damals noch die „eierlegende Wollmilchsau“. Ich habe mit diesem Objektiv sowohl Landschaft als auch auf Veranstaltungen an meiner Nikon D50 fotografiert.
Zur verrückten Namensgebung von Tamron sage ich an dieser Stelle nichts. Diese verrückten Namensgebungen, die sich einfach niemand merken kann, sind mir auch beim Tamron SP AF 70-200mm f/2.8 Di LD (IF) Macro aufgefallen… ohne Worte.
Mechanische Eigenschaften
Die Verarbeitungsqualität von Tamron-Objektiven war in den 2000er und 2010er Jahren nicht auf dem hohen Niveau, wie heute. Dafür waren die Objektive sehr erschwinglich, so dass man einen Kompromiss machen musste. Das Objektiv ist im Wesentlichen aus Kunsstoff gefertigt, das Bajonett ist aus Metall. Das Gewicht liegt bei ca. 430g und mit einer Länge von etwas über 8cm ist es sehr kompakt. Mit Innenfokussierung und Innenzoom verändert es seine Länge beim Fokussieren und Zoomen nicht. Das hilft auch, das Eindringen von Staub, Schmutz und Feuchtigkeit zu verhindern.
Das Kunststoff-Filtergewinde fast 67mm Durchmesser – eine auch noch heute typische Größe bei Tamron-Objektiven. Etwas gewöhnungsbedürftig für Nikon-Fotografen ist die „umgekehrte“ Drehrichtung des Zoomrings im Vergleich zu Nikon oder Sigma-Objektiven.
Insgesamt haptisch typisch Tamron für die 2000er und 2010er Jahre. Plastik aber nicht zu billig. Der integrierte Autofokusmotor bringt den Vorteil, dass dieses Objektiv auch an Nikon Kameras ohne AF-Motor verwendet werden kann und somit zu allen APS-C Kameras von Nikon mit F-Bajonett kompatibel ist. Die Kompatibilität zum FTZ-Adapter konnte ich nicht testen, allerdings bezweifle ich, dass es funktioniert. Das vergleichbare amron SP AF 70-200mm f/2.8 Di LD (IF) Macro funktioniert ebenfalls nicht am FTZ-Adapter.
Optische Eigenschaften
Das Tamron SP AF 17-50mm f2.8 XR Di II LD IF ist optisch ein durchschnittliches bis gutes Objektiv. Die Bilder sind im Bildzentrum auch bei Offenblende scharf, etwa auf dem gleichen Level, wie mein Sigma 17-70mm. An den Bildrändern ist die Schärfe und Auflösung auch abgeblendet nur mittelmäßig. Abgeblendet wird es schärfer.
Offenblendig vignettiert es sehr stark, die Vignette ist auch bei f/10 noch ganz leicht sichtbar. Farbsäume gibts ebenfalls bei Offenblende vor allem in den Randbereichen aber insgesamt auf ganz brauchbarem Niveau.
Das Bokeh ist bei Offenblende angenehm weich aber auch etwas unruhig. Die Schärfe im Zentrum ist gut, aber die Ecken sind sehr matschig und dunkel. Hier ein Beispiel bei f/2.8:

Mein Fazit zum Tamron SP AF 17-50mm f2.8 XR Di II LD IF
Ich habe dieses Objektiv nur wenige Wochen genutzt und hatte ja bereits ein Sigma 17-70mm F2.8-4.5 DC MACRO. Zu diesem Objektiv ist das Tamron keine signifikante Verbesserung. Im Tele zwar etwas lichtstärker, aber für gleiche Schärfe muss abgeblendet werden. Dafür gewinnt man beim Sigma 20mm mehr Tele – am APS-C Sensor macht das einen ordentlichen Unterschied (Kleinbildäquivalent 75mm vs 105mm).
Für mich war das der Grund das Sigma zu behalten und für Portraits bei Offenblende auf das gute und günstige Nikon AF Nikkor 50mm f/1.8 D auszuweichen.
Beispielfotos mit dem Tamron SP AF 17-50mm f2.8 XR Di II LD IF





