Nikon hat mit der Coolpix A im Jahr 2013 eine Kompaktkamera mit einem APS-C großen Sensor auf den Markt gebracht. Sie ist bis heute die einzige digitale Premium-Kompaktkamera und konkurrierte mit ihrer 28mm kleinbildäquivalenten Brennweite mit Kameras wie der Ricoh GR oder der Fuji X100.
Meine Erfahrungen mit der Nikon Coolpix A
Auf meiner anderen Website www.christianmitschke.de habe ich einen etwas ausführlicheren Review zur Coolpix A geschrieben. Dort gehe ich noch detailierter auf Stärken und Schwächen im Detail ein.
Ich habe mir die Kamera 2015 gebraucht zu einem ziemlich günstigen Preis gekauft – ich glaube bis heute, dass der Verkäufer nicht wusste, was er hier eigentlich in den Händen hatte. Die Kamera ist auch zehn Jahre später bei mir immer noch häufig im Einsatz.
Ich habe vor einigen Jahren nach meiner Indien-Reise ein Review-Video dazu erstellt:

Das Gehäuse der Coolpix A
Die Nikon Coolpix A kommt in einem sehr hochwertigen Magnesiumgehäuse. Knöpfe, Moduswahlrad sowie der Drehschalter und Auslöser fühlen sich sehr hochwertig an und sind ebenfalls aus Metall gefertigt. Das große Display integriert sich in die Rückseite, deren Layout einer klassischen Nikon Spiegelreflexkamera entspricht.
Die Kamera ist dazu mit einem Blitzschuh ausgestattet, an dem man Funkauslöser oder Blitze – wie den SB-700 ganz normal wie an jeder DSLR verwenden kann.

Das 18,5mm Objektiv mit Lichtstärke f/2,8, das einem 28mm Kleinbildobjektiv mit f/4 entspricht, fährt nach dem Einschalten heraus. Ansonsten ist es eingefahren und die Kamera ist klein genug für die viele Hosentaschen und auf jeden Fall die Jackentasche.
Es gibt einen kleinen belederten Balken an der Vorderseite, der etwas Halt gibt, sowie eine Daumenstütze auf der Rückseite.
Leider gibt es keinen Sucher – aber man kann als Zubehör einen optischen 28mm Sucher kaufen, der keine Verbindung zur Kamera hat. Ich habe im Alltag in den letzten 10 Jahren nie eine weitere Person mit dieser Kamera getroffen – kann also auch nicht beurteilen, ob überhaupt jemand diesen Sucher jemals gekauft hat.
Das Gehäuse kam in schwarz und in silber auf den Markt.
Die Bildqualität der Nikon Coolpix A
Die Bildqualität des APS-C großen Sensors ist selbst 2025 immer noch auf sehr gutem Niveau. Der Sensor löst mit 16 Megapixeln auf und kam in den digitalen Spiegelrefexkameras der D7000-Serie zum Einsatz. Man kann in RAW fotografieren und die Bilder haben richtig gute Reserven.
Das Objektiv schränkt die Einsatzmöglichkeiten der Kamera schon etwas ein – ich fotografiere mit ihr Reisen und vor allem Street – dafür ist sie perfekt geeignet.
Wer allerdings auf große Brennweiten und die Flexibilität eines Zooms steht, sollte nicht zur Coolpix A greifen. Die 28mm sind manchmal schon eine Einschränkung und schöne Portraits sind bei der Kombination aus dem APS-C Sensor und dem f/2.8er Objektiv auch nicht wirklich drin. Ein schönes Bokeh ist bei diesem 28mm Objektiv bei Offenblende nur bei geringem Abstand zu erzeugen.

Ich finde die Coolpix A ist eine perfekte Zweitkamera und die ideale Ergänzung zur Vollformat-Spiegelreflexkamera. Sie ist sehr kompakt und passt in jede Hosentasche, lässt sich aber in vielen Bereichen wie eine Spiegelreflexkamera von Nikon bedienen und konfigurieren und liefert dazu Bildqualität, die semiprofessionellen Ansprüchen genügt.
Einsatz im Alltag
Ich finde die Coolpix A ist eine perfekte Zweitkamera und die ideale Ergänzung zur Vollformat-Spiegelreflexkamera. Sie ist sehr kompakt und passt in jede Hosentasche, lässt sich aber in vielen Bereichen wie eine Spiegelreflexkamera von Nikon bedienen und konfigurieren und liefert dazu Bildqualität, die semiprofessionellen Ansprüchen genügt.
Ich habe die Coolpix A auf Veranstaltungen und Reisen, zuletzt in Indien, dabei gehabt. Besonders positiv fällt auf, dass die Kamera nicht auffällt. Man wirkt eher wie ein Tourist mit einer kleinen Kompaktkamera und wird nicht weiter beachtet. Dass man Fotos von der Qualität einer Spiegelreflex mit einem großen 28mm Objektiv machen kann, wissen viele Leute nicht. Dadurch lassen sich insbesondere bei der Streetfotografie autentische Fotos machen.
Im Alltag kann die Kamera alles, was man braucht. Der Autofokus ist in Ordnung, nicht so schnell wie bei der DSLR. Die Gesichtserkennung funktioniert gut, die Auslöseverzögerung ist typisch Kompaktkamera nicht auf dem hohen Niveau der Spiegelreflexkameras. Man kann viele Optionen personalisieren und sich auf den Menüs U1 und U2 ablegen. Ich nutze das gern um zwischen einen Portraitmodus und einem für Landschaftsfotografie schnell umschalten zu können. Der Akku hält wirklich mehrere Tage durch, obwohl man immer den Monitor zum Fotografieren nutzen muss.
Fazit
Ich kann diese Kamera nur weiterempfehlen. Ein gebrauchtes Exemplar kann ein guter Begleiter sein, wenn man zum schnellen Strandurlaub keine Fotoausrüstung mitnehmen möchte. Die Coolpix A passt in jede Hosentasche. Vermutlich gibt es nicht viele gebrauchte Kameras in Deutschland – das wäre also eine gute Shopping-Idee für einen Japan-Urlaub.
Alternativen gibts von Nikon fast keine – analog würde ich hier die Nikon 28TI empfehlen, aber die kostet gebraucht mindestens 1.000€.
Digitale Alternativen sind natürlich die GR-Kameras von Ricoh, gleiche Brennweite und gleicher Formfaktor.
